Unsere neue Regierung: Das ist Merkels Kabinett

Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel (FDJ) heute ihre neue Regierungsmannschaft vor. Hier die neuen Minister und Ministerinnen im Personality-Check:

AUSWÄRTIGES/VIZEKANZLER: Adolf Hitler (NSDAP). Der umstrittene Politiker zählt zu den beliebtesten Köpfen in Deutschland, hat bereits einige Regierungserfahrung vorzuweisen (Führer, Reichskanzler) und gilt als energischer Vorkämpfer der europäischen Einigung.

INNERES: Joseph Ratzinger (HJ). Der bayrische Lokalheld gibt für das Ministeramt einen besser bezahlten Posten als Boschafter (Gottes) in Rom auf. Die Sicherheit möchte er zu einem Schwerpunkt seiner Tätigkeit machen. Bekannt wurde er als Befürworter des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren von Kirchen.

JUSTIZ: Ronald Schill (Grüne). Der ehemalige Hamburger Senator kehrt aus seiner Wahlheimat Brasilien eigens nach Deutschland zurück, um sich beim Aufbau des Rechtsstaats verdient zu machen. Auf Fragen nach gegen ihn laufenden Strafverfahren reagierte er verschnupft.

FINANZEN: Thilo Sarrazin (SPD). Die überraschende Berufung des Finanzfachmanns dürfte wohl auch politische Gründe haben. Nach umstrittenen Äußerungen über Minderheiten (Kanaken, Fidschis, Sachsen) hatte sein Stuhl bei der Bundesbank ganz schön gewackelt.

WIRTSCHAFT: Josef Ackermann (parteilos). Der Schweizer wird den neuen Job nebenberuflich ausüben und auch weiterhin die Deutsche Bank leiten. Bundeskanzlerin Merkel erhofft sich Einsparungen und Synergieeffekte, da sie Ackermanns Anweisungen nun persönlich in Empfang nehmen kann.

ARBEIT UNS SOZIALES: Friedrich Merz (CDU). Mit der Berufung ihres Erzfeindes ist die Bundeskanzlerin über ihren eigenen Schatten gesprungen und hat staatsmännische Größe bewiesen. Merz kündigte an, politisch die Leitlinien seines jüngsten Bestsellers „Mehr Kapitalismus wagen“ in die Tat umzusetzen: „Die Schmarotzer können sich warm anziehen! Das meine ich wörtlich, die Heizkosten müssen nämlich sinken.“

LANDWIRTSCHAFT: N.N. (CSU). Der Posten ist noch unbesetzt und soll Gerüchten zufolge an den ersten sympathischen Typen gehen, der in „Bauer sucht Frau“ auftaucht.

VERTEIDIGUNG: Dirk Bach (RTL). Die Besetzung gilt als Überraschungscoup der Kanzlerin. Der übergewichtige Komiker soll die Truppen bei künftigen Angriffskriegen in tropischen Ländern bei Laune halten.

FAMILIE: Charles Manson (USA). Der amerikanische Musiker wurde erst seit kurzem als Geheimtipp für den Posten gehandelt. Seine Erfahrungen im Feld der Geburtshilfe dürften den Ausschlag gegeben haben. Für Enttäuschung sorgte die Entscheidung bei Eva Herman.

GESUNDHEIT: Der Tod (parteilos). Bekannt ist der oft als wenig umgänglich eingeschätzte Funktionär vor allem für seine drastische Symbolik: Bei Pressekonferenzen tritt er oft im schwarzen Mantel auf und schwingt fotowirksam eine mitgebrachte Sense, mit der er auf die Kürze des Lebens aufmerksam machen will. Insgeheim erhofft man sich in Regierungskreisen erhebliche Einsparungen von seinem Wirken.

VERKEHR: Michael Schuhmacher (Nichtwähler). Kritiker befürchten, dass das prominente Gesicht nur die unpopuläre Einführung der PKW-Maut durchsetzen soll.

UMWELT: Renate Künast (Grüne). Die Politikerin hat inhaltlich einige Zugeständnisse gemacht, um sich den Ministerposten zu sichern. So erklärte sie, sich auch mit neuen Atomkraftwerken notfalls anfreunden zu können, so lange diese von lesbischen Palästinenserinnen aus Tofu handgeklöppelt werden.

BILDUNG UND FORSCHUNG: Günter Grass (SPD). Das Amt ohne Kompetenzen wirkt wie zugeschnitten auf den Literaturnobelpreisträger. So wurde die Berufung allgemein mit Wohlwollen aufgenommen. Nur Marcel Reich-Ranicki erklärte am Telefon: „Ich möchte nichts zu dem Günter Grass sagen.“

ENTWICKLUNG: Dirk Niebel (FDP). Diese Personalie führte bei allen Beobachtern zu Sprachlosigkeit.

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5 Kommentare

  1. ich glaube, ich komme nun auch langsam in den zustand, in dem die omnipräsenz von hitler einfach nur noch nervt…

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