Der reaktionäre Gülz

Heute war ich gemütlich Eis schlecken an der Schauburg, ich esse dort immer die „Kinderbombe“ mit viel Schlagsahne und Smarties oben drauf. Und da ess ich so gemütlich in mich rein und da kommt einer mit zerzausten Haaren und verfaulten Zähnen und will Kleingeld von mir, angeblich für einen Obdachlosen. Und ich denke: Du spinnst wohl, du kriegst gar nichts von mir! Und da hat der mich einfach angespuckt. Einfach so.

Ja, ist das nicht eine Frechheit, wie man in unserem schönen Dresden behandelt wird? Erst wird die Stadt mit hässlichen Bauwerken verschandelt (ich erinnere an die neobarocken Bausünden um 1900, das Rundkino zu DDR-Zeiten und nach der Wende den Postplatz und nicht zu vergessen: die Feuertreppe am Pirnaischen Platz) und jetzt das. Ja, müssen wir uns das bieten lassen? Ich meine: Nein!

Also: Dresdner dieser Stadt: Auf die Barrikaden! Das Altbewehrte bewahren! Kein Geld für neue Seltsamkeiten!

Gülz (Dichter) 

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3 Kommentare

  1. Wer es noch nicht bemerkt hat, ich habe einen Rechtschreibfehler eingebaut. Das ist ein psychologischer Trick gewesen, um die Kommentarrate zu erhöhen. Wer ihn rausfindet, dem schreibe ich ein wunderschönes Gedicht.

    Und noch was in eigener Sache. Wenn du mal nicht weißt, was du deiner Mutter zum Geburtstag oder deiner Oma zum Namenstag schenken sollst, frag mich. Ich schreibe dir ein Gedicht, das wie die Faust aufs Auge passt und das du dann z.B. zusammen mit einem Strauß Nelken verschenken kannst.

    Gülz (Dichterfürst)

  2. Es scheint so,
    Als seist du ein Rechtschreibass.
    Das ist löblich.

    Ich dagegen bin keines mehr.

    Mein Duden brannte ab,
    Als ich nachts aufschreckend
    Nach einem schlimmen Traum
    Ihn brauchte und Kerzen
    Zu Hilfe nahm, um großes Licht zu erzeugen.

    Dabei ward er schwärzlich,
    Nicht nur die Seiten, auch sein Umschlag.
    O je.

    Ich habe ihn im Garten vergraben
    Neben dem Tulpenzwiebelfeld.
    Jetzt ist er anderswo,
    Wie schade.
    Ruhe sanft, du kleiner Duden,
    Ja!

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