Dinosaur Jr. sind zurück!

Liebe Freunde dieses kleinen Blogs, meine Schreibwut sucht nach immer neuen Stoffen – so bleibt mir nicht übrig, als noch eine neue Rubrik mit dem Titel „Musik“ zu eröffnen, um euch meine liebsten Platten ans Herz zu legen.

Passender Anlass ist die Rückkehr der legendären Post-Punk-Band Dinosaur Jr., die nach vielen Jahren nicht nur wieder in Originalbesetzung spielen und sich damit neben den Pixies und vielen anderen in die Reihe der jüngsten Reunions einreihen, sondern die auch ein ganz famoses neues Album mit dem Titel Beyond eingespielt haben. Schon 1988 hatte Bassist und Co-Songwriter Lou Barlow nach Streitigkeiten mit Bandkopf J. Mascis die Gruppe verlassen. Die vorherigen Alben Dinosaur (1985), You’re Living All Over Me (1987) und Bug (1988) dürften die besten der Band geblieben sein, auch wenn die daraufhin von Mascis mehr oder weniger als Soloprojekt betriebene Band immer noch großartige Alben wie etwa Green Mind (1991) produzierte.

Was war das Besondere an Dinosaur Jr.? Vom Punk, in dem die Band wurzelte, unterschied sie sich vor allem durch das ungewöhnlich virtuose Gitarrenspiel von Mascis, das sich in oft geradezu epischen Soli Bahn brach. Und dem Indie-Rock gab er das späterhin immer wieder nachgeahmte Beispiel eines Sängers, der nicht singen, aber wunderbare Melodien schreiben kann.

Den Freunden der frühen Alben wird das „neue“ Werk Tränen der Rührung in die Augen treiben, aber auch neue Fans dürften sich für den Sound der Band begeistern können. Schöne Hörproben findet man zum Beispiel auf der MySpace-Seite von Dinosaur Jr. Natürlich haben die drei Wiedervereinigten ihre Musik nicht neu erfunden, sondern spielen einen dynamischen und sehr melodiösen Post-Punk, der sich lebendiger zeigt als so mancher gegenwärtiger Alternative-Rock in seiner altklugen Verstaubtheit. „Musikmachen hat für mich nichts mit Veränderung zu tun. Es geht nur ums Weitermachen.“ (J. Mascis)

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1 Kommentar

  1. …zu meinem regal mit magnetbandkassetten gegangen: dinosauer hab ich doch, wo denn? stand doch immer neben faith no more, ah hier: where you been, 1993! eingelegt, volume etwas höher, sehr gut … ja, über gesang kann man wirklich geteilter meinung sein, geteilt in: ziemlich mies und voll mies. ich finde „ziemlich“ trifft es besser, aber wen interessierts bei diesen elektrischen gitarren…