Immer wenn ich bestohlen werde, muss ich reimen!

Auf vielfachen Wunsch hier noch einmal mein Rap [gespr. Rapp] nach einer wahren Begebenheit…

Hey Leute ich erzähl euch ne geile Geschichte,

so ne Sache, die mir happened, ich erzähls indem ich dichte,

da mir Worte immer besser scheinen als die Fäuste,

also guck mich nich so an denn ich sag dir das bereuste.

Ich zerleg deine Fresse mit den kalten Argumenten

eines unzufriedenen Geschichtsstudenten,

das sind viele und ich muss nich mal Luft schnappen,

um die Büchse der Pandora aufzuklappen.

Ich war derbe am Besprechen eines dicken Referats,

es ging um Foucault den alten Racker und um Jürgen Habermas,

der Diskursbegriff und die ganze Scheiße mit den Wörtern

war von mir in feinstem Hochdeutsch zu erörtern.

Das Cafe im geisteswissenschaftlichen Zentrum,

da läuft der B.A. Philo neben dem angehenden Dr. dent rum,

war der Aufenthaltsort einer hitzigen Debatte,

die ich mit ner Kommilitonin hatte.

Wir waren einer Meinung und wir waren doch zu zweit,

also was wir da hatten war nicht unbedingt ein Streit,

sondern eher eine kleine Meinungsverschiedenheit,

darüber wer im Referat was sagt und zu welcher Zeit.

Nun kam dazu eine gewisse Aufgeschlossenheit,

von meiner schönen Frauen stetig zugeneigten Seit,

meine Augen klebten also an Parfüm und Haar und Kleid,

hab ich grad Parfum gesagt das tut mir aber leid.

Das hab ich jetzt nur ob des Rhythmus gemacht,

und des Klanges vielleicht hab ihr euch das gedacht,

doch eh ich mich noch weiter in Sinnloses verflechte,

reite ich weiter auf dem Reitpfad der Geschechte.

Ich war also urst auf die Frau konzentriert,

ich merkte nichts war voll total gedanklich isoliert,

meine Jacke hatte ich hübsch überm Stuhl drapiert,

da ich am Gang saß haben viele Leute mich passiert.

Einer von denen oder ein anderer ich habe keinen Schimmer,

griff in meine Jackentasche, ob ers wusste wie auch immer,

nahm mein Portemonnaie, was ansonsten echt nimmer,

dort steckt, und nahm mir meinen ganzen Glimmer.

Glimmer, Schotter Geld Kies Peseten oder Taler,

dieses Zeug halt was man braucht so als Bezahler,

gerade wir Studenten, Künstler, Dichter oder Maler,

habens nicht so dicke was ist also asozialer,

als dieses,du mieses,Diebesschwein,

beim nächsten Mal schieb ich dir Foucault von hinten rein,

das ist natürlich auf das Buch bezogen,

Foucault ist schon so lange von der Erde weggeflogen.

An sich jedoch ist die Formulierung nicht verkehrt,

da Foucault die warme Bruderschaft als Mitglied hat vermehrt,

vermehren ist ein gutes Stichwort aber umgekehrt,

vermehren heißt in Sachsen nämlich, dass mer was verleert.

Du Dieb hast nich nur deine Tugend verloren,

nein du kommst auch nicht davon so ungeschoren,

ich werd dich finden in irgendeinem Loch du Horen-

sohn und dann zieh ich dich an den Ohren,

In den Keller meines Hauses

zu dem es ganz schön weit raus is,

helfen tun mir nur die Krauses

deren Tochter ne süße Maus is.

Wie Prometheus wirst du dort an den nackten Fels gepackt,

nur dass kein Adler kommt und deine Leber zerhackt,

es kommen nur die Krauses in den Diebestrakt,

und ab zu ein Weberknecht der auf die Jack dir kackt.

1000 Euro in 1 cent-Stücken werden bei dir verstaut,

von denen jeder Krause jede Stunde dir eins klaut,

dass sind tausend Stunden und ich hoffe das reicht aus,

damit du nie mehr andern Leuten in die Tasche schaust.

Vielleicht wirst du dann sterben,

vielleicht wirst du dann heulen,

vielleicht wirst du auch werben

für die so erlernten Säulen,

einer neuen Welt, einer Bessren, ohne Diebe,

alle Harten wollen lieber diskutiern als viehsche Hiebe

verteilen und mein Name ist in ihrer aller Texte,

und wenn mich einer disste, würd ich sagen, leckste

fett,

checkste net,

wer hier den Längsten hätt‘,

du deckst mit meinem Besteck,

du bäckst nach meinem Rezept,

du rappst aus meinem EffEff,

OK, ich weiß das war schlecht,

doch du weißt, was ich brächt‘,

wär‘ ich in Stimmung, du Hecht!

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