Aus meiner Fanpost (3)

Zu Herrn Bittners Kübel Unflat, den er über diesen Schriftsteller ausgoss, dessen wortgewaltiges Werk er nach eigenen Worten nicht gelesen hat. Doppelpunkt.

Da rüttelt eine kleine Maus, ein bezahlter Schreiberling, in Geschichte unerfahren und fremdbestimmt, 32 Jahre alt, am Stuhlbein des Thrones eines gekrönten Dichterfürsten und glaubt, seine drei bezahlten Kotmurmeln daran zu befestigen.

Da verunglimpft ein kleiner Literat einen alten Mann, der am Ende seines Lebensweges mit der Erfahrung aus drei deutschen Reichen, von denen das letzte im Begriff ist zu sterben, versucht ein Tabu der Öffentlichen Meinung zu brechen. Und steuert zur allgemeinen Kakophonie der Jasager und Abnicker der Political Correctness auch noch ein Tönlein bei. Wir aufmerksamen Leser brauchen das nicht! Wir brauchen auch keine geborgten Meinungen!

Wie ist es mit der Orientierungsfunktion von Herrn Bittner? Er spart nicht mit kleinlichen Beschimpfungen und Beleidigungen gegen Günter Grass wie „alter Zausel“, „notorischer Querulant“, „alter Knacker“, „Nervensäge“, „Maulheld“ und benennt seine Einlassung „fantasieloses Allerweltsgenöle“. Sein Versuch, das Pamphlet von Grass als Literatur zu kritisieren, scheitert kläglich, muss misslingen, weil alle wissen, dass dieses Gedicht keine Literatur sein soll, dass es weder auf die recht unglückliche Verpackung noch auf die fehlenden Reime darin ankommt, sondern einzig auf die Aussage, auf den Inhalt. Und diese Mahnung an den verbalen iranischen und den hochgerüsteten israelischen Aggressor steht im Raum wie eine Warnung vor unkalkulierbarem Krieg. Was meint denn Herr Bittner dazu? Oder hat er neben Literaturunkenntnis keine eigene Meinung oder darf sie nicht äußern und ist bloß wie ein abgerichteter Hofhund auf den deutsch-israelischen Seelenfrieden störenden Grass bellend losgelassen worden?

Das musste auch gesagt werden. Leider dürfen Sie das nicht veröffentlichen. Schade.

In großer Sorge um den Frieden im Nahen und Mittleren Osten

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2 Kommentare

  1. nich-übel! mehr als ein feuchter Furz inna vollen Straßenbahn!… und faszinierend wie mehrdeutig plötzlich „naher osten“ klingt!

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