Die große Weihnachtsaktion – Gülz gibt guten Rat

Hallo, hier meldet sich seit langem der Gülz mal wieder zu Wort und das diesmal nicht aus Eigennutz. Denn es wird bald Weihnachten und Gülz will als frommer Christ anderen Menschen helfen.
Also zur Sache! Vor kurzem erreichte mich per Post der Hilfeschrei einer Frau: „Lieber Gülz, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Mein Mann hat unser ganzes Vermögen in einem Spielsalon verbrasst, bitte hilf mir!“ Da die gute Frau leider keine Adresse angegeben hat, dachte ich mir, verbreitest du die frohe Botschaft über die Sax-Royal-Webseite.
Und hier mein Rat an die Frau: Ihr Mann ist spielsüchtig und Sie können absolut nichts dagegen tun! Am besten Sie konzentrieren sich jetzt darauf, an ihm blutige Rache zu nehmen. Raffen Sie dazu alles, was Sie an Wertsachen im Haushalt noch finden können, zusammen und bringen Sie das Zeug in eine Pfandleihe. Mit dem so erwirtschafteten Geld wird es einfacher für Sie, ihrem Mann ein Schnippchen zu schlagen. Versuchen Sie nun ebenfalls große Mengen an Geld zu verspielen. Je mehr Geld weg ist, desto besser für Sie und Ihren Mann, denn verlassen Sie sich darauf: der wird sich jetzt schwarz ärgern. Wenn Sie nicht wissen, wo die nächste Spielbank ist, fragen Sie einfach in Ihrer Nachbarschaft nach. Irgendjemand wird Ihnen sicher zeigen können, wie man sein Geld am schnellsten los wird. Also: verplempern Sie keine Zeit! Schreiten Sie zur Tat und zweifeln Sie vor allem nicht an meinem Rat, denn mit etwas Glück gewinnen Sie ja sogar noch ein paar Groschen hinzu.

Frohes Fest!
Ihr Freund und Helfer:
Gülz

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9 Kommentare

  1. Achso, wenn sonst noch jemand einen guten Rat haben will, sollte er sich schleunigst bei mir melden. Das Angebot gilt nur bis 4. Advent.

    Euer
    Gülz

  2. Lieber Gülz,
    der Kamin wärmt nicht mehr: das Feuer zwischen meinem Mann und mir ist erloschen. Bitte hilf, es ist so furchtbar kalt!

  3. Wenn der Kamin aus ist, solltet ihr auf alle Fälle erst mal ordentlich die Heizung aufdrehen, das ist doch klar. Solltet ihr keine Heizung haben, was in manchen Armenhaushalten durchaus noch üblich ist, helfen nur ein Benzinkanister und jede Menge Streichhölzer. Sollte auch das nicht helfen, ist es wohl am besten, wenn ihr vorerst wieder zu euren Eltern zieht. Dort ist es warm und es gibt immer genug zu essen. In einfühlsamen Gesprächen mit Mutter oder Vater können dann die konkreten Beziehungs- oder Sexualprobleme besprochen und analytisch ausgewertet werden. Auch sollte man dann auf keinen Fall zimperlich sein und den Rechtsweg bestreiten. Nähe und Geborgenheit können nämlich zum Glück gerichtlich eingeklagt werden.

    Viel Erfolg,
    Gülz

  4. Sehr geehrter Herr Gülz,

    vor vielen Jahren, noch im Kindesalter, übernahm ich beim jährlichen Krippenspiel in der St. Georgen Kirche zu Schwarzenberg die stolze Rolle des Josef. Ich hatte dieses langersehnte Ziel erreicht, nachdem ich vorher nur als lächerlicher Hirte oder einer der drei Weisen aus dem Morgenlande lediglich eine kleine Randerscheinung darstellte. Von stolz erfüllt, als auch mit Lust (die Darstellerin der Maria, mit der ich immerhin ca. 20 Meter Arm in Arm durch das Kirchenschiff zu gehen hatte, war echt eine heiße Nummer), sehnte ich den 24. Dezember herbei.
    Aber das Schicksal spielte mir übel mit und ein Tag vor dem heiligen Fest ereilte mich Übelkeit, Kopfschmerz und Fieber.
    Ich ließ mich dennoch, weder von der besorgetn Mutter als von meinem elenden Zustand selbst davon abhalten, die Rolle des Josef zu übernehmen. Unter der Einnahme unzähliger Medikamente betrat ich das festlich geschmückte Gotteshaus, willens der Star des Krippenspiels zu sein mit dem Resultat, dass ich während der Abschlußpredigt direkt vor den Alter kotzte. Von diesem Erlebnis traumatisiert, plagt mich nun um die Weihnachtszeit stets furchtbare Übelkeit – ich könnte kotzen – was soll ich tun?

  5. Lieber Max,

    Kotzen ist eigentlich ein ganz normaler, natürlicher Vorgang. Der Körper funktioniert einwandfrei und dein Magen stellt das freudig erregt zur Schau.
    In deinem Fall ist es aber anders. Wahrscheinlich ist dein Unterbewusstsein mit schweinischen Gedanken kontaminiert und reagiert beim Zusammentreffen in Kirchenräumen mit der Allmacht Gottes. Leider waren deine Gedanken in diesem Fall stärker als unser geliebter Herr Jesus Christus im Himmel. Infolgedessen ist dein Körper mit einer Christusallergie belastet. Du solltest zunächst unbedingt einen Exorzisten aufsuchen, der deine schlechten Gedanken in eine Herde Säue oder in andere Menschen, z.B. eine Rotte Frauen, fahren lässt. Dann wird sich dein Körper wieder schnell regenerieren und du wirst wieder ganz ungestört Weihnachten feiern können. Vielleicht darfst du dann auch bald wieder den Josef oder irgendwann auch mal das Jesuskind spielen. Sprich auf alle Fälle auch mit deinem Pfarrer darüber! Viel Erfolg und gesegnete Weihnacht,

    wünscht
    Gülz

  6. Lieber Gülz,
    unsere Eltern haben schon die Variante mit den Benzinkanistern probiert. Half nur kurz: wir haben keine Streichhölzer mehr und die Gespräche mit Mutti und Vati fallen ja jetzt auch weg. Wir hatten nur die einen.

  7. Trotzdem: keine Panik! Es gibt noch weitere Möglichkeiten, denn nicht nur die Eltern können als Mittlerpersonen fungieren, auch Gott kann das. Zwar werden dann alle eure Geschlechtsorgane bei lebendigem Leibe vertrocknen, aber ihr werdet in Eintracht leben bis ihr nicht mehr in Eintracht leben werdet, und ihr werdet wieder in Eintracht leben im Paradies immerdar. Also: Gott kann euer Kaminfeuer wieder anzünden: ab in die Kirche mit euch!
    Eine zweite Möglichkeit, die auf keinen Fall schlechter ist, besteht darin, dass jeder von euch jeweils ein, zwei, dreimal mit fremden Menschen fremdgeht. Und dann wird es Krach zwischen euch geben bis ihr euch wieder versöhnen werdet und es keinen Krach mehr geben wird zwischen euch, und ihr werdet später im Paradies in Eintracht zusammen leben immerdar.

    Euer:
    Gülz

  8. Gepriesen seist du, Gülz! Die Flammen zwischen meinem Mann und mir, sie lodern wieder wie einst und sogar noch stärker. Welchem der beiden Ratschläge wir dieses Glück verdanken, möchten wir jedoch lieber im Dunkeln lassen.
    Ich wünsche gesegnete Weihnachten!

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