Görlitz – die neue Pensionopolis?

Vor einiger Zeit rauschte wieder ein Welle des neuen Optimismus durch die sächsischen Medien. So berichtete die Sächsische Zeitung wie auch MDR Info: Görlitz, die Perle unter den ostdeutschen Kleinstädten, entwickele sich zum Paradies für westdeutsche Rentner, die offenbar in Scharen rüber machen, um ihren Ruhestand in der wahrhaft herrlich restaurierten und – nun ja – wirklich sehr ruhigen Renaissance-Altstadt zu verbringen.

Wunderbar, möchte man ausrufen, die braven Rentnerpärchen aus Remscheid und Wanne-Eickel können dann ja die ganzen flüchtenden Ost-Frauen mit Leichtigkeit ersetzen, wenn vielleicht auch leider nur hinsichtlich der Kauf- und weniger der Zeugungskraft. In Interviews bekannten die Immigranten dann auch, was sie ins Feindesland verlockt habe: Natürlich spielten die geringeren Mieten eine große Rolle, auch die Lebenshaltungskosten seien kleiner, die Leute seien im Osten auch viel netter, außerdem gebe es hier auch nicht so viel Lärm, keinen stressigen Alltag, „kein Multi-Kulti“ … na, hoppla! Das ist doch mal eine Ansage! Sieht also doch so aus, als würden sich die national befreiten Zonen auch ökonomisch noch bezahlt machen! Fehlen nur noch die passenden Motti. Wie wär’s denn mit „Senioren statt Mohren“, oder vielleicht besser „Veteranen statt Afghanen“ oder …

Nichts für ungut, Ihr geneigter Advocatus Diaboli.

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