Zehn Verhaltenstipps für Ausländer im Osten

1. Meiden Sie den Osten!

2. Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen den Osten nicht meiden können, meiden Sie Kontakt mit Menschen aus dem Osten! Denken Sie daran: Umfragen ergeben, dass knapp 50 Prozent der Ostdeutschen der Meinung sind, dass zu viele Ausländer in Ostdeutschland leben. Angesichts der Tatsache, dass so gut wie keine Ausländer in Ostdeutschland leben, ergibt sich der Befund, dass die Hälfte der Ostdeutschen der Meinung ist, es sollten überhaupt keine Ausländer in Ostdeutschland leben. Führen Sie sich also vor Augen, dass jeder zweite Ostdeutsche, dem Sie auf der Straße begegnen, der Meinung ist, dass Sie gar nicht da sein sollten.

3. Wenn Sie aus irgendwelchen Gründen die Menschen in Ostdeutschland nicht meiden können, meiden Sie Orte, Zeiten und Personen in Ostdeutschland, die ein besonderes Gefahrenpotential darstellen.

4. Gefährliche Orte sind: Tankstellen, Regionalbahnen, Volksfeste, NPD-Bürgerbüros, Polizeidienststellen, Plattenbauviertel, der Sächsische Landtag, Kleinstädte, Großstädte und Sachsen-Anhalt. Ungefährliche Orte sind: Philosophieseminare, Asylbewerberheime.

5. Gefährliche Zeiten sind: nachts, der 13. Februar, der 20. April, der 26. April, 19:33 Uhr bis 19:45 Uhr. Ungefährliche Zeiten sind: die Jahre vor 1933.

6. Gefährliche Personen sind: Schnauzbartträger, Glatzenträger, Fahnenträger, Männer mit Hosenträgern, Männer mit weißen Schnürsenkeln, Männer überhaupt, Frauen, die wie Männer aussehen, Frauen mit Schnauzbärten, Betrunkene. Nicht gefährlich sind: Unbewaffnete Kinder, Patienten im Wachkoma, Touristen.

7. Um nicht in gefährliche Situationen zu geraten, meiden Sie Provokationen. Provokativ wirkt: Dunkelhäutigkeit, farbige Haare, Haare überhaupt, das Lesen von Büchern, das Sprechen von Fremdsprachen, das Sprechen von Hochdeutsch, der Aufenthalt in Ostdeutschland. Nicht provokativ wirkt: die Abwesenheit aus Ostdeutschland.

8. Sollten Sie sich in einer Gefahrensituation befinden, wenden Sie sich mit der Bitte um Hilfe an geeignete Personen. Nicht geeignet sind: Polizisten, Busfahrer, Studenten, Fans von Dynamo Dresden, Holger Apfel, ältere Frauen. Geeignete Personen sind: Rosa Luxemburg, Stefan Seyfarth.

9. Wenn Sie die obigen Hinweise beherzigen, werden Sie keine Probleme haben. Wenn Sie die obigen Hinweise beherzigen, werden außerdem die Nazis ihrem Ziel einer national befreiten Zone einen weiteren Schritt näher gekommen sein. Wenn Sie dies nicht möchten, ignorieren Sie die obigen Hinweise, machen Sie rüber und hauen Sie einfach jedem aufs Maul, der Ihnen in die Quere kommt.

10. Meiden Sie den Osten!

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4 Kommentare

  1. unter 7. provokativ, gehört eventuell noch: strickmütze oder als exzessiver affront: mehrfarbige strickmütze!
    (vielleicht auch noch klettverschlußsandale, aber da bin ich mir nicht ganz sicher…)

  2. Pingback: Anonymous
  3. hat mir sehr gut gefallen. verstehe nur nichtm, weshalb man dafuer verantwortlich ist, als auslaender den osten von nazis freizuhalten. (art. 9) ich hatte mit dem gedanken gespielt nach leipzig zu ziehen… beherzige aber doch lieber artikel eins und zehn.

  4. auch ich hatte mit dem Gedanken gespielt, nach Dresden zu ziehen. Das mit dem Bücher lesen und Hochdeutsch sprechen kann ich mir gut vorstellen. Man soll ja nicht den Eindruck erwecken, dass man einen akzeptabel bezahlten Job in Deutschland angenommen hat. Schon echt bitter. Wobei man ja auch als Ernte- oder Küchenhelfer schon mal halb tot getreten werden könnte.

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